Auf dem „Canale Grande“ (fast) bis nach Paris – Unser fröhlicher „Kaffeeklatsch“ auf der Santa Monika

Manchmal ist es schon von Vorteil, wenn alle anderen Fahrgäste eines Ausflugsschiffes beweglicher und sonnenhungriger sind. Denn dann hat man als nicht ganz so agiler Gast schnell mal ein ganzes Deck der Santa Monika für sich. So erging es uns nämlich bei unserem Ausflug am 16. August 2016:

Während wir acht Ausflügler vom Seniorenzentrum Minister Stein mit der nur teilweise sonnigen unteren Etage vorlieb nahmen, bevölkerten die anderen siebzig Fahrgäste das obere Deck. Was den Vorteil hatte, dass wir mit unserem schallenden Gelächter niemanden störten. Und zu lachen gab es wirklich viel. Seien es nun die Witze, die Theodora Meyer uns erzählte, die mehr oder weniger gut aussehenden Sonnenanbeter auf den Wiesen links und rechts vom Kanal oder die ausladenden Gesten, mit denen unser ehrenamtlicher Begleiter Hans Hartel die Kommentare aus dem Lautsprecher untermalte – es gab viele gute Gründe zum Lachen. Ohne auf andere Menschen Rücksicht nehmen zu müssen, konnten wir unserer Fröhlichkeit freien Lauf lassen und tupften uns nur ab und zu ein Freudentränchen aus den Augenwinkeln.

Kaffee und Kuchen wurden bei dieser Fahrt über den Dortmund-Ems-Kanal zur Nebensache, auch wenn der Käsekuchen durchaus gut mundete. Wichtiger waren die Gespräche, die teilweise auch kreuz und quer über unseren großen Tisch geführt wurden. Einzig Charlotte Ruhmhofer plauderte nicht so viel mit. Aber selten sah man die eher zurückhaltende Seniorin so viel schmunzeln wie an diesem Nachmittag. Unsere Alltagsbegleiterin Claudia Hartl hielt es selten lange am Tisch aus – sie musste sich immer wieder mal bewegen. Da ließen sich auch einige unserer Bewohnerinnen nicht lange bitten: Gabriele Kutin und Theodora Meyer begleiteten Claudia gerne mit auf das Sonnendeck, um dort ein wenig frische Luft zu genießen. Sicher tauschten sie dort noch das eine oder andere Anekdötchen von früheren Nachmittagen am Kanal aus, wie sie es Während die Frischluftfanatiker und Sonnenanbeter sich oben aufhielten, verblüffte Klaus-Peter Guntermann uns mit seinen fundierten Kenntnissen über das Imprägnieren von Holz, als er plötzlich einwarf: „Solche Zäune werden imprägniert. Per Kesseldruckimprägnierung.“ Sein Fachwissen verblüffte uns alle und seine neue Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Holzwurm“ amüsierte nicht nur ihn.

Ganz hin und weg von den wunderschönen, ganz besonders gewachsenen Bäumen entlang des Kanals war Dorothea Nowitzki: „Diese Bäumchen sind zauberhaft. So eine spitz zulaufende Form kann doch nicht natürlich sein, die sind bestimmt gestutzt.“ Ich stimmte ihrer Vermutung zu, doch wenig später belehrte uns die Stimme aus dem Lautsprecher eines Besseren, nämlich dass diese holländische Züchtung, die Säulen-Hainbuche, ganz von alleine so wächst. Das konnten wir kaum glauben! Ebenso unglaublich war Gabriele Kutins räumliche Orientierung: Völlig richtig wies sie uns darauf hin: „Die Häuser da drüben, das ist Deusen. An Lindenhorst sind schon lange vorbei. Und gleich fahren wir unter der Deusener Brücke durch.“ Bei so viel Ortskenntnis konnten wir nur noch staunen.

Dorothea Nowitzki war es schließlich, die den besten Vorschlag des Tages machte: „Wie wäre es denn, wenn wir jetzt einfach bis nach Paris weiterfahren? Ich will doch den schiefen Turm sehen.“ Nachdem wir ihr unter großem Gelächter erklärt hatten, dass der schiefe Turm in Pisa steht, meinte sie trocken: „Dann fahren wir eben nach Pisa, ist mir auch recht!“ Anschließend schmiedeten wir eifrig Pläne, wie wir den Kapitän davon überzeugen könnten, nicht in Henrichenburg zu wenden, sondern uns in den Süden zu bringen. Da wir aber vor Geiselnahme und Gewalt zurückschreckten, fügten wir uns dem Schicksal und verließen im Dortmunder Hafen brav das Schiff.
Nach einem richtig tollen Ausflug erreichten wir pünktlich zum Abendessen, auf das aber keiner von uns wirklich Hunger hatte, heimatliche Gefilde. Voller Sympathie und Dankbarkeit für einen tollen Nachmittag verabschiedeten wir uns voneinander, als Dorothea Nowitzki mit vor Schabernack blitzenden Augen noch einen richtig guten Vorschlag äußerte, der wieder zu viel fröhlichem Gelächter führte: „Und wohin fahren wir morgen?“

 

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